▶Einfach Kapiert YouTube

Schach gewinnen, an der Socke scheitern?

🚀 ZukunftstechnologienZukunftstechnologienDeutschQuer · 108 Sek.

Kurz gesagt

Ein Computer schlägt die besten Schachspielerinnen und Schachspieler der Welt. Aber ein Roboter tut sich schwer damit, ein nasses Glas zu halten oder eine Socke zu falten. Warum ist das so?

Von der Redaktion „Iliyan Hristov“ · veröffentlicht am

Das Wichtigste in Kürze

  • 64 Felder, feste Regeln
  • Alles ist sichtbar und eindeutig
  • Der Computer muss nichts anfassen
  • Nasses Glas rutscht und kippt
  • Eine Socke hat keine feste Form
  • Licht, Schatten und Falten stören
  • Zu fest zugedrückt: Glas zerbricht
  • Zu locker gehalten: Glas fällt
Zum Nachlesen: Was im Video sagt

EinleitungEin Computer schlägt die besten Schachspielerinnen und Schachspieler der Welt. Aber ein Roboter tut sich schwer damit, ein nasses Glas zu halten oder eine Socke zu falten. Warum ist das so?

Schach ist eine aufgeräumte WeltBeim Schach kennt der Computer jede Figur und jede Regel. Nichts ist versteckt, nichts rutscht weg. Er muss nur sehr viele Züge durchrechnen, und das kann er schneller als jeder Mensch.

Die echte Welt ist unordentlichEin nasses Glas hält sich an keine festen Regeln. Es kann jederzeit rutschen, kippen oder zerbrechen. Eine Socke sieht außerdem jedes Mal anders aus, mal zusammengeknüllt, mal lang gezogen, und das ist für die Kamera eines Roboters schwer zu erkennen.

Greifen braucht GefühlDeine Hand merkt beim Greifen sofort, wenn etwas wegrutscht, und drückt automatisch etwas fester zu. Das passiert, ohne dass du darüber nachdenkst. Roboter brauchen dafür Sensoren, also Messfühler für Druck und Rutschen, und die sind bis heute nicht so fein wie unsere Haut.

Das Moravec-ParadoxFachleute nennen das das Moravec-Paradox, benannt nach dem Robotikforscher Hans Moravec. Es besagt: Was Menschen ganz leicht fällt, etwa Greifen und Laufen, ist für Computer sehr schwer. Und was uns anstrengt, etwa Rechnen oder Schach, erledigen sie mühelos.

Woran gerade gearbeitet wirdIn der Forschung entstehen heute weiche Greifhände mit Tastsensoren. Roboter trainieren außerdem in Simulationen, also in nachgebauten Welten im Computer, und probieren dort unzählige Griffe aus. So lernen sie Bewegungen, die man schlecht in Regeln aufschreiben kann.

Zum SchlussEin Roboter ist also nicht einfach schlau oder dumm. Er ist stark, wo klare Regeln gelten, und schwach, wo die Wirklichkeit unordentlich wird. Genau daran arbeitet die Robotik gerade.

Mehr zum Thema Zukunftstechnologien alle ansehen